Realschule Waltrop überzeugt mit Ausstellung über Nationalsozialismus, Freiheit und Gerechtigkeit.
Unter dem Motto „Freiheit leben! Gerechtigkeit stärken – Unsere Stimmen (Schlüssel) für Freiheit und Gerechtigkeit“ entstand auf Initiative der Klasse 10a der Realschule Waltrop eine ganztägige Ausstellung. In selbst gedrehten Filmen und Präsentationen berichteten die Schülerinnen und Schüler über Täter, NS-Organisationen und Konzentrationslager. Eine Kunstausstellung zeigte das Leben von Opfern und Menschen im Widerstand sowie die Vielfalt des jüdischen Glaubens. Auch Briefe an die Demokratie waren zu sehen: Die Schülerinnen und Schüler hatten sie an selbst gebastelten Heißluftballons befestigt.
Der KI-Demokratiepreis würdigt Schulprojekte, die sich besonders für Antidiskriminierung, die Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern sowie politische Bildung einsetzen. In diesem Jahr hatten sich fünf Schulen beworben: neben der Städtischen Realschule Waltrop die Josefschule Gladbeck, das Willy-Brandt-Gymnasium Oer-Erkenschwick, die Alexander-Lebenstein-Realschule Haltern und die Jordan-Mai-Schule Gladbeck.
„Es ist sehr eindrucksvoll, was die Schülerinnen und Schüler geleistet haben. Und es ist ein wichtiger Beitrag für unsere Demokratie", würdigte Kreisdirektor Dominik Schad die Projekte.
„Mit eurem Engagement setzt ihr ein Zeichen für Toleranz, Respekt und ein friedliches Miteinander“, sagte Lotte Schelleckes, Regionalkoordinatorin des Courage-Netzwerks. Sie betonte, dass alle eingereichten Projekte einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung leisten.
Im Anschluss an die Preisverleihung besuchten Schüler, Lehrkräfte sowie pädagogische Fachkräfte Workshops zu Rassismuskritik und Demokratiebildung. Referentinnen und Referenten des Jüdischen Museums Dorsten, der Beratungsstelle NinA NRW und des Salvador-Allende-Hauses informierten dabei über praxisnahe Methoden, neue Perspektiven sowie konkrete Anregungen für den Schulalltag.