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Führungen durch das blaugrüne Emscherland
© Rupert Oberhäuser/EGLV

Führungen durch das blaugrüne Emscherland

Lesedauer: ca. 3 Min. | Text: _Redaktion _RDN

Natur- und Wasser-Erlebnis-Park in Castrop-Rauxel und Recklinghausen: Geführte Touren mit den Emscher-Guides finden am 23. April statt und sind ab sofort buchbar.

Auf den Tag genau ein Jahr, bevor die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 zu Gast an der Emscher sein wird, bietet die Emschergenossenschaft am 23. April 2026 zwei Führungen durch den Natur- und Wasser-Erlebnis-Park an der Stadtgrenze Castrop-Rauxel/Recklinghausen an. Der Park ist von der Emschergenossenschaft im Zuge des Generationenprojekts Emscher-Umbau gebaut worden und wird zur IGA 2027 von dem Wasserwirtschaftsverband als Zukunftsgarten zur Verfügung gestellt. Die beiden von speziell ausgebildeten Emscher-Guides geführten Touren durch das blaugrüne Emscherland finden am 23.4. von 16 bis 17.30 Uhr statt und können ab sofort unter https://recklinghausen-tourismus.de/blaugruenes-emscherland gebucht werden.

Dort, wo die renaturierte Emscher, der revitalisierte Suderwicher Bach und der Rhein-Herne-Kanal aufeinandertreffen, ist in den vergangenen Jahren auf rund 30 Hektar der Natur- und Wasser-Erlebnis-Park „Emscherland“ entstanden. Bei einer Führung mit den Emscher-Guides können Interessierte am 23. April das Gebiet gemeinsam erkunden. Die Tour „Blaugrünes Emscherland: Vom Emscher-Umbau zum Natur- und Wasser-Erlebnis-Park“ zeigt, wie sich das Areal im Zuge der Umgestaltung der Emscher entwickelt hat und was heute an der ehemaligen Köttelbecke erlebt werden kann.

Beim Rundgang durch den Park erfahren die Teilnehmenden Wissenswertes über die Entstehung des Emscherlandes, über Maßnahmen zum Hochwasserschutz und für die Steigerung der Artenvielfalt sowie über die Bedeutung des Projektes für die Naherholung und die Umweltbildung. Gleichzeitig geben die Emscher-Guides Einblicke in die Geschichte des Flusses, die Entwicklung des Emscherlandes und die Bedeutung des Emscher-Umbaus für Natur und Region.

Zu Fuß geht es durch den 2023 eröffneten Park – vorbei an renaturierten Bachauen, Streuobstwiesen und Staudenbeeten bis zu den Emscher-Terrassen mit Weinanbaufläche und Emscher-Strand. Auch das spektakuläre Brückenbauwerk „Sprung über die Emscher“ ist Teil der Route.

Zwei Führungen werden am 23. April von 16 bis 17.30 Uhr angeboten. Weitere Termine folgen. Buchungen sind über das Tourismusbüro Recklinghausen oder über diesen Link möglich: https://recklinghausen-tourismus.de/blaugruenes-emscherland.

Die Emscher-Guides
Gemeinsam mit mehreren Volkshochschulen hat die Emschergenossenschaft in speziellen Zertifikats-Lehrgängen Botschafterinnen und Botschafter des neuen blaugrünen Lebens an der Emscher ausgebildet. Die „Emscher-Guides“ zeigen nun auf geführten Touren, was es mittlerweile alles an dem einst offenen Schmutzwasserlauf zu erleben gibt: Zu Fuß erkunden die Teilnehmenden die Renaturierungsprojekte entlang der Emscher und erfahren mehr über die Geschichte des Flusses und wie Hochwasserschutz, Artenvielfalt und Bildungsangebote mit naturnahen Erholungsmöglichkeiten von der Emschergenossenschaft und ihren Partnern in Einklang miteinander gebracht werden.

Fördermaßnahmen
Der Bau der Brücke „Sprung über die Emscher“ wurde im Zuge des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ vom Bundesbauministerium mit acht Millionen Euro gefördert. Inklusive des Natur- und Wasser-Erlebnis-Parks, der Renaturierung der Emscher und des Suderwicher Bachs, der Emscher-Promenade sowie der im Umfeld der Brücke neu entstandenen Freianlagen hat die Emschergenossenschaft an diesem Standort im Bereich des Wasserkreuzes rund 45 Millionen Euro in die Aufwertung des einstigen Meideraumes und zur Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität der Bürgerinnen und Bürger investiert. Die Maßnahmen im Park sowie die Emscher-Promenade wurden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des NRW-Umweltministeriums gefördert.


Mäandernd kann der Suderwicher Bach (rechts) nun in die ebenfalls renaturierte Emscher (links) münden - hier im Natur- und Wasser-Erlebnis-Park
Mäandernd kann der Suderwicher Bach (rechts) nun in die ebenfalls renaturierte Emscher (links) münden - hier im Natur- und Wasser-Erlebnis-Park "Emscherland" in Castrop-Rauxel/Recklinghausen. © Rupert Oberhäuser/EGLV
Die wahrscheinlich schönste
Die wahrscheinlich schönste "Ecke" im gesamten Emscher-Gebiet: der im Zuge des "Emscherland"-Projektes entstandene Natur- und Wasser-Erlebnis-Park in Castrop-Rauxel mitsamt renaturierter Emscher und neuem Suderwicher Bach. © Rupert Oberhäuser/EGLV

Emschergenossenschaft
Am 14. Dezember 1899 als erster deutscher Wasserwirtschaftsverband gegründet, ist die Emschergenossenschaft heute gemeinsam mit dem 1926 gegründeten Lippeverband Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken. Die Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Unternehmens sind die Abwasserentsorgung, der Hochwasserschutz sowie die Klimafolgenanpassung. Ihr bekanntestes Projekt ist der Emscher-Umbau (1992-2021), bei dem die Emschergenossenschaft im Herzen des Ruhrgebietes eine moderne Abwasserinfrastruktur baute. Dafür wurden 436 Kilometer an neuen unterirdischen Abwasserkanälen verlegt und vier Großkläranlagen gebaut. Rund 340 Kilometer an Gewässern werden insgesamt renaturiert. Parallel entstanden in enger Kooperation mit den kommunalen Partnern über 360 Kilometer an Rad- und Fußwegen, die das neue blaugrüne Leben an der Emscher und ihren Nebenläufen erleb- und erfahrbar machen. www.eglv.de

Info
Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV)

EMSCHERGENOSSENSCHAFT UND LIPPEVERBAND
Kronprinzenstr. 24
45128 Essen
www.eglv.de

 

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