Beschreibung
Der Referent berichtet von Begegnungen, die ihn zwischen 2008 und 2019 insgesamt sechsmal in die Islamische Republik Iran führten. Während in dieser Zeit die Präsidenten wechselten und sich die politische Lage veränderte, blieb eines konstant: die herzliche Gastfreundschaft der Menschen sowie ihre Neugier und Offenheit gegenüber Fremden. Bilder zeigen verschiedene Provinzen Irans und erzählen von Städtern, die am Freitag regelmäßig in die Wüste aufbrechen, von Begegnungen mit Fischern in Hormozgan, dem besten Heinrich-Böll-Kenner unter Teherans Museumswärtern und von Belutschen, einem Volk im Südosten Irans, die den Referenten am Neujahrstag als Zeichen besonderer Wertschätzung zum Schießen einluden. Dabei wird deutlich, wie sehr sich viele Iraner:innen von den Handlungen ihrer Regierenden distanzierten. Viele litten unter der undifferenzierten Wahrnehmung der Bevölkerung im Ausland. Der vielfach preisgekrönte Geigenvirtuose Keyhan Kalhor, der lange in den USA lebte, drückte seinen Ärger darüber aus